AUS- UND 

 WEITERBILDUNGEN 

Die sieben Arbeitswelten der

Umweltwirtschaft

In welche Richtung soll es gehen?

Bei der Wahl eines Umweltberufs gilt es zuerst die eigenen Interessen und Vorlieben zu klären:

 

Welche Berufsfelder sprechen mich speziell an? Sind es die grünen Naturberufe wie Gärtner/in EFZ, Landwirt/ in EFZ oder Tierpfleger/in EFZ? Oder eher die naturwissenschaftlichen Berufe? Interessieren mich umwelttechnische Berufe und das Umweltingenieurwesen? Die Planungs- und Raumplanungsberufe? Oder doch die Berufe des nachhaltigen Verkaufs, des Umweltmanagements?

 

Ein Blick in die Tätigkeitsfelder von Umweltberufen zeigt, wie vielfältig deren Arbeitsumfeld ist. Wir unterscheiden zwischen 7 Arbeitswelten von Umweltberufen:

Natur- und Landschaftsschutz

Biodiversitätsförderung, neue Natur- und Regionalparks, das Naturgefahrenmanagement, die Revitalisierung von Gewässern, die Gestaltung attraktiver Grünflächen in Siedlungsräumen, die Biodiversitätsförderung in Land- und Forstwirtschaft und die Verbindung zur Raumplanung eröffnen den Fachpersonen im Natur- und Landschaftsschutz Berufsperspektiven bei Behörden, Umweltbüros, NGO, Hochschulen, Pärken, Naturschutzzentren, Raumplanungs- und Ingenieurbüros und Naturgartenbaufirmen.
 

Wasserversorgung und Abwasserentsorgung

Gewässerrevitalisierungen, Siedlungsentwicklungen, schwankende Wassermengen und Versorgungsengpässe durch den Klimawandel, Mikroverunreinigungen und die Abstimmung der Wassernutzung mit Industrie und Landwirtschaft machen diese Branche vielseitig und innovativ. Wasserfachleute sind gefordert, in ihrem Beruf die technischen Anlagen der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung auf eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wasserinfrastruktur auszurichten. Qualifizierte Fachkräfte in der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung sind sehr gefragt. 

 

Umweltschutz und Umweltingenieurwesen

Klimaschutz, Biodiversität- und Wassermanagement sind Kernkompetenzen des Umweltingenieurwesens. Die Verknappung der Roh- und Nährstoffe, die Welternährung und Fragen der Raumplanung und der Energie erfordern disziplinübergreifendes Systemdenken. Fachpersonen im Umweltschutz und Umweltingenieurwesen beraten, vermitteln Kenntnisse und Wissen, analysieren und strukturieren, schaffen Innovationen, konzipieren Projekte und forschen. Das Jobpotenzial in diesem Feld ist sehr hoch.

 

Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Wer sich auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz spezialisiert, hat grössere Karrierechancen denn je. Atomausstieg und Klimaschutz verstärken die Nachfrage nach Fachkräften in der Energieeffizienz und bei den erneuerbaren Energien zusätzlich. Energieberatung, Planung und Projektierung, Installation und Montage von Energieträgern aus Sonne, Wasser, Holz, Biogas und Umgebungswärme sind die Jobmotoren in diesem Bereich.

 

Nachhaltige Wirtschaft

Unter «Nachhaltige Wirtschaft» fassen wir den Bereich Sustainable Finance und das nachhaltige Führen von Unternehmen zusammen. Der Ruf nach Nachhaltigkeit hat auch die Schweizer Finanzbranche erreicht. Die Nachfrage nach nachhaltigen Anlagen ist stark am Wachsen – im Jahr 2017 stieg das gesamt Volumen um eindrückliche 82%. Fachleute im Bereich Sustainable Finance untersuchen verschiedenste Firmen und Aktien auf deren Umwelt- und Sozialverträglichkeit. Sie beraten Investoren, wo sie ihr Geld anlegen sollen, wenn sie verhindern wollen, dass dieses an Unternehmen fliesst, welche der Umwelt und den Menschen schaden. Sie arbeiten in Banken, Versicherungen und Beratungsbüros. Fachleute der nachhaltigen Unternehmensführung beraten und beurteilen die Aktivitäten von externen oder eigenen Unternehmen und erarbeiten Massnahmen, um deren negativen Einfluss auf die Umwelt, die Menschen und Angestellten zu verringern. Sie arbeiten in Beratungsbüros und Geschäftsleitungen, bei Non-Profit Organisationen oder in der Forschung.

 

Nachhaltiges Bauen

Energieberater, Architektinnen, Materialwissenschaftlerinnen, Bauherren und viele mehr arbeiten daran, Gebäude klima- und umweltfreundlicher zu gestalten. Der Bau, Betrieb und Rückbau von Gebäuden verursacht massive CO²-Emissionen. In der Schweiz werden knapp 50% des Primärenergieverbrauchs für Gebäude aufgewendet. Der Um- und Neu- uns Rückbau von Gebäuden, um diese energieeffizienter zu gestalten, trägt deshalb einen wichtigen Teil zum Klimaschutz bei. Gebäude werden beispielsweise besser isoliert, Solarpanels eingebaut oder lokale, nachhaltige Baumaterialien wie Lehm verwendet.

Recycling- und Abfallwirtschaft

Ökodesign von Produkten, bessere Reparatur- und Recyclierfähigkeit von Wertstoffen, biologische Abbaubarkeit und neue Sortiertechnologien sind die Pfade der Abfallwirtschaft in Richtung Kreislaufwirtschaft. Mit modernen Technologien und innovativen Lösungen werden Fachkräfte in diesem Berufsfeld die Abfallwirtschaft grundlegend verändern und die Branche in Richtung hochwertiges Recycling weiterentwickeln. Die Berufsperspektiven in diesem Bereich sind sehr gut, die Branche wächst stärker als die Gesamtwirtschaft. 

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