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Die Gesichter hinter den Berufen

"Wenn wir die Menschen für die Natur begeistern können, haben wir unser Ziel schon ziemlich erreicht."

Stefan Steuri ist gelernter Wildtierpfleger und hat 2014 die Ausbildung als Ranger am BZW Lyss absolviert. Auch heute noch vereint er diese beiden Aufgaben in seinem Berufsalltag. Er arbeitet Teilzeit als Ranger im Naturpark Gantrisch. Im Tierpark Dählhölzli und im Bärenpark Bern ist er zudem als Wildtierpfleger tätig. Im Interview spricht er über seine Motivation, seinen Werdegang und sein Lieblingsprojekt.

 

Stefan Steuri im Gespräch mit umweltprofis.ch (Bild: OdA Umwelt / Neoviso)

 

Stefan, was begeistert Dich an Deinem Beruf am meisten?

Der grüne Hintergrund, das Interesse an der Natur bewegt einem dazu, den Beruf als Ranger auszuüben.

Am meisten begeistert mich, dass ich in der Natur arbeiten kann. Aber auch der Sinn der Arbeit: Ich gehe am Abend nach Hause und habe das Gefühl, wieder etwas Gutes gemacht haben zu können. Das begeistert mich auch selbst.

Aus welchem Grund hast Du dich für diese Ausbildung entschieden?

Die Ranger-Ausbildung am BZW Lyss würde ich sofort wieder machen, weil man sie braucht, wenn man Professionell draussen arbeiten will.

Für die Aufgaben die wir heute in der Natur haben, auf Leute zuzugehen, braucht es eine professionelle Ausbildung. Und das ist von mir aus gesehen diese Ranger-Ausbildung. Ich habe vorher Wildtierpfleger gelernt und die Jagdausbildung gemacht, war Naturschutzaufseher im Kanton Bern und die Steigerung davon ist schlussendlich die Ranger-Ausbildung gewesen, um das Ganze professionell machen zu können.

Gibt es ein Lieblingsprojekt, an dem Du gearbeitet hast?

Des beste Projekt für mich ist, weil es immer noch ein sehr junger Beruf ist, welcher noch nicht so etabliert ist, dass wir täglich daran arbeiten, den Beruf bekannt zu machen. Wir bauen den Beruf noch auf und können ihn noch in eine gewisse Richtung lenken. Das ist genau das Schöne an diesem Beruf, dass er sich noch am Entwickeln ist. Es gibt den Beruf noch nicht seit 100 Jahren und alle sagen, dass es so gemacht wird wie vor 100 Jahren. Der Beruf ist sich noch am Entwickeln.

Wo holst Du Dir Motivation und Inspiration für Deine Arbeit?

Meine Motivation für meine Arbeit ist, dass ich das Gefühl habe, mit meiner Arbeit etwas erreichen zu können, dass wir Erfolg mit unserer Arbeit haben.

Der schönste Erfolg ist, die Menschen für die Natur zu begeistern.